Fokus auf Heizenergie 

Büros und Bildungseinrichtungen arbeiten zu klar definierten Zeiten an bestimmten Wochentagen. Um Heizkosten zu sparen, werden Mitarbeitende häufig gebeten, am Ende des Arbeitstages (oder am Wochenende bzw. in den Ferien) die Raumtemperatur beispielsweise auf 6 °C zu senken. Am nächsten Morgen müssen sie dann die Thermostate erneut regulieren und auf die vorherigen Einstellungen zurückstellen.

Ein solches Szenario ist jedoch mit erheblichen Risiken verbunden. Zum einen müssen sich die Mitarbeitenden daran erinnern, was von ihnen verlangt wurde. Zum anderen könnten sie bewusst darauf verzichten, die Heizkörper herunterzudrehen, da sie wissen, dass sie am nächsten Morgen frieren, bis der Raum wieder aufgeheizt ist. Natürlich könnte auch der Administrator am Ende des Arbeitstages jedes Zimmer überprüfen und die Thermostate manuell einstellen. Diese Lösung mag für eine geringe Anzahl von Räumen funktionieren, ist jedoch auch dann ineffizient und aufwendig.

Heizung unter Kontrolle des Administrators

Hier kommt die Nexo-App ins Spiel. Im vorherigen Artikel „Energie sparen mit der Nexo-App“ habe ich beschrieben, wie man damit die Temperatur in einer Wohnung steuern kann. Das volle Potenzial dieser Lösung zeigt sich jedoch erst, wenn es um ein gesamtes Gebäude oder gar einen Gebäudekomplex geht.

Mit Nexo hat der Administrator die volle Kontrolle über die in den Räumen installierten intelligenten Geräte. Die App ermöglicht es, Heizpläne für einzelne Räume oder Raumgruppen zu erstellen. Kennt der Administrator den Arbeitsplan eines bestimmten Büros, kann er einen Zeitplan für die Temperaturänderungen festlegen – und so Energieverluste vermeiden, wenn die Räume nicht genutzt werden, während gleichzeitig der Komfort während der Arbeitszeiten sichergestellt wird.

Ein typisches Einsatzfeld für Nexo sind Universitäten. Dort kommt es häufig vor, dass ein bestimmter Hörsaal nur wenige Stunden pro Woche belegt ist, jedoch kontinuierlich beheizt wird. Verfügt der Administrator über Nexo, benötigt er lediglich den Stundenplan des Raums. Auf dieser Grundlage kann er ohne großen Aufwand einen effizienten Heizplan definieren.

Das Problem beheizter „leerer“ Räume betrifft ebenso Schulen und Büros. Durch eine gezielte Temperatursteuerung lässt sich der Energieverbrauch in all diesen Einrichtungen senken – was sich schnell in finanziellen Einsparungen niederschlägt.

Alle Daten an einem Ort

Nexo verschafft dem Administrator einen umfassenden Überblick über die von den Thermostatköpfen und den installierten Sensoren gelieferten Daten. Diese werden in benutzerfreundlichen Grafiken dargestellt – mithilfe modernster Lösungen, auf die ich in künftigen Artikeln eingehen werde.

So lässt sich nachvollziehen, welche Temperatur im Tagesverlauf im Raum herrschte, wie lange und zu welchen Zeiten das Thermostat vollständig geöffnet war – und gleichzeitig ein Fenster offenstand. Dies wird durch die Montage entsprechender Fenstersensoren möglich – den Rest erledigt Nexo.

Die von der App gelieferten Daten ermöglichen eine detaillierte Analyse über den gewünschten Zeitraum: Tag, Woche oder Monat. Ein manuelles Sammeln oder Eingeben der Daten in verschiedene Systeme ist nicht erforderlich. Mit Nexo werden sie automatisch erfasst, gespeichert und an einem Ort dargestellt. Die beigefügte Grafik zeigt beispielhaft, wie ein solcher Temperaturplan für verschiedene Räume aussehen kann.

Fazit

Nexo ist die ideale Lösung für die zentrale Heizungssteuerung in Institutionen. Unsere Anwendung wurde bereits unter anderem in Kindergärten in Krakau implementiert – dort zeigt sie bereits jetzt messbare Erfolge in Form von echten Einsparungen.